Bedarfsermittlung in 6 Fragen

Klar, menschlich und strukturiert: Welche Unterstutzung passt in Ihrer Situation wirklich?

So funktioniert diese Bedarfsermittlung

Beantworten Sie sechs kurze Fragen zur Situation der betreuten Person. Auf Basis Ihrer Antworten erhalten Sie eine nachvollziehbare Empfehlung: stundenweise Betreuung, 24h-Betreuung oder ein Kombimodell mit ambulantem Pflegedienst.

Die Ermittlung ersetzt kein persönliches Gespräch, gibt Ihnen aber eine gute erste Orientierung für das weitere Vorgehen.

Frage 1 von 6

Schwerpunkt 1: 24h-Betreuung

24h-Betreuung eignet sich besonders dann, wenn der Alltag wiederkehrend Unterstutzung braucht, wenn Sicherheit eine grosse Rolle spielt oder wenn mehrere Aufgaben im Tagesverlauf zusammenkommen. In solchen Situationen schafft eine Betreuungskraft vor Ort Kontinuitat, Verlasslichkeit und emotionale Entlastung fur die Familie.

Gerade wenn der Bedarf nicht nur punktuell, sondern an vielen Tagen in der Woche besteht, wird das Modell organisatorisch oft stabiler als viele einzelne Teilleistungen. Eine verlässliche Bezugsperson vor Ort schafft Routine und entlastet Angehörige dauerhaft.

24h-Betreuung hilft bei einfachen pflegerischen Tatigkeiten, bei Korperhygiene, beim An- und Auskleiden sowie bei alltagsnaher Anleitung. Fur stark medizinische Leistungen wie Wundversorgung oder Medikamentengabe sollte zusatzlich ein ambulanter Pflegedienst eingebunden werden.

Schwerpunkt 2: Stundenweise Betreuung

Stundenweise Betreuung passt gut, wenn der Bedarf klar eingegrenzt ist: zum Beispiel einzelne Einsatze fur Haushalt, Begleitung, kurze Aktivierung oder feste kleine Unterstutzungsfenster. Sie ist besonders sinnvoll, wenn die betreute Person dazwischen gut allein zurechtkommt.

Bei sehr kleinen Umfangen kann der Entlastungsbetrag von 130 Euro ein guter Einstieg sein. Gleichzeitig lohnt es sich, fruhzeitig neu zu prufen, wenn aus Einzelhandlungen schrittweise ein durchgehenderer Bedarf wird.

Steigt der Bedarf Richtung drei Stunden pro Tag oder auf viele Tage pro Woche, kann ein 24h-Modell trotz anderer Struktur die passendere Gesamtlösung werden. Dann geht es weniger um einzelne Aufgaben als um die gesamte Alltagsorganisation und Sicherheit.

Schwerpunkt 3: Ambulanter Pflegedienst

Ein ambulanter Pflegedienst ist immer dann zentral, wenn fachlich-medizinische Leistungen im Vordergrund stehen. Dazu gehoren behandlungspflegerische Aufgaben, die ausschliesslich examiniertes Personal ubernehmen darf.

Der Pflegedienst kann als alleinige Lösung passen, wenn nur klar umrissene medizinische Handlungen erforderlich sind und sonst wenig Unterstutzung benotigt wird. In vielen Familien ist jedoch ein Kombimodell tragfahiger: Pflegedienst fur Medizin, 24h-Betreuung fur den restlichen Alltag.

So lassen sich fachliche Sicherheit und menschliche Alltagsbegleitung sinnvoll verbinden, ohne dass eine Seite überfordert wird.

Wichtig zu wissen: Behandlungspflegerische Leistungen wie die Medikamentengabe werden über ärztliche Verordnung durch die Krankenkasse finanziert und stellen für Familien in der Regel keine zusätzliche finanzielle Belastung dar.